Verkehrsunfall mit Personensuche | Aktuelles - Freiwillige Feuerwehr Bernhardswald

06.02.2018 | Einsatz - Verkehrsunfall mit Personensuche

Erneut wurde die Feuerwehr Bernhardswald mit weiteren Einheiten zu einem schweren Verkehrsunfall gerufen. Gegen 8.15 Uhr kam es auf der Gemeindeverbindungsstraße zwischen Bernhardswald und Kürn auf Höhe der Abzweigung nach Högelstein zum Zusammenstoß zweier PKW. Um 8.21 Uhr löste die Integrierte Leitstelle (ILS) Regensburg Alarm für die örtlich zuständige Feuerwehr Kürn, die FF Pettenreuth sowie die Alarmgemeinschaft Bernhardswald mit Adlmannstein und Kreuth aus.
Auf Anfahrt erfuhren die Kräfte, dass sich eine Person noch im Fahrzeug befände, während der Lenker des zweiten PKW nicht auffindbar sei. Diese Lagemeldung bestätigte sich vor Ort. Ein Rettungsassistent der Feuerwehr Bernhardswald begann mit der Erstversorgung der schwer verletzten Fahrerin, die sich in ihrem stark beschädigten Geländewagen in Seitenlage befand. Für eine im Raum stehende hydraulische Rettung wurde der Rettungssatz mit Zubehör vorbereitet. Währenddessen begannen bereits erste Suchmaßnahmen nach dem zweiten Beteiligten, wofür neben Suchtrupps mit Wärmebildkameras auch der ohnehin anwesende Rettungshubschrauber „Christoph Regensburg“ eingesetzt wurde. Da auch von nicht unerheblichen Verletzungen des zweiten Fahrers auszugehen war, wurden zur effektiveren Personensuche auch die Feuerwehren aus Fußenberg-Hauzenstein und Wenzenbach angefordert.
Die Person im Fahrzeug wurde mittels Rettungsbrett von den Einsatzkräften schonend aus ihrem Wagen befreit und in ein Regensburger Krankenhaus geflogen. Der Vermisste Fahrer des zweiten PKWs konnte schlussendlich zuhause angetroffen werden und wurde ebenfalls in ein Krankenhaus transportiert. Für die Rettungs- und Bergungsarbeiten war die Straße voll gesperrt. Zudem musste ausgelaufener Kraftstoff durch die Feuerwehr gebunden werden.
Als vermutliche Unfallursache gibt die Polizei gegenüber der Presse die tiefstehende Sonne an. Demnach sei die Fahrerin des Geländewagens von ihr geblendet worden und auf die Gegenfahrbahn geraten, wo sie dem entgegenkommenden PKW nicht mehr ausweichen konnte. An beiden Fahrzeugen dürfte wirtschaftlicher Totalschaden entstanden sein.
Die letzten Bernhardswalder Kräfte konnten gegen 10 Uhr vom Einsatzort abrücken. Als Feuerwehrführungskraft war Kreisbrandmeister Andreas Rockinger vor Ort, der Rettungsdienst war mit dem Einsatzleiter, zwei Rettungswägen, einem bodengebundenen Notarzt sowie einem Rettungshubschrauber im Einsatz.