Heißbrandausbildung an der Fire-Flash-Box | Aktuelles - Freiwillige Feuerwehr Bernhardswald

28.06.2018 | Einsatzabteilung - Heißbrandausbildung an der Fire-Flash-Box

Der Innenangriff unter Atemschutz zählt zu den gefährlichsten Einsatzszenerien der Feuerwehr. Bei rücklaufenden Zahlen an Bränden in den letzten Jahrzehnten und somit sinkender Einsatzpraxis ist es daher für die Sicherheit der Kräfte und dem Einsatzerfolg unerlässlich, regelmäßige Einsatz- und Belastungsübungen durchzuführen.
Dazu zählt natürlich auch die sogenannte Heißbrandausbildung, die den Atemschutzträgern bei realistischen Hitze- und Feuerbedingungen alles abverlangt. Neben dem wiederkehrenden Besuch der Brandübungsanlage in Neumarkt in der Oberpfalz nahmen vier Atemschutzträger der FF Bernhardswald Ende Juni an einer neuartigen Atemschutzfortbildung mit der vom Bezirksfeuerwehrverband Oberpfalz angeschafften „Fire-Flash-Box“ statt. Mit dem unscheinbaren gasbefeuerten Container, der für mehrere Wochen bei der FF Regenstauf stationiert ist, können verschiedene Einsatzsituationen realistisch dargestellt werden, wozu auch Durchzündungen zählen.
Bevor es jedoch ans Eingemachte ging, wurden die theoretischen Grundlagen aufgefrischt. Besonderes Augenmerk wurde hierbei auf das sogenannte Ampel-Schema gelegt, das eine Erleichterung für die schnelle Situationseinschätzung mit sich bringt.
Das anschließende Training für den richtigen Umgang mit Hohlstrahlrohren diente als Aufwärmübung für die darauffolgende Einsatzübung, bei der es dann „endlich richtig heiß“ wurde.
Nach der richtigen Türöffnung des Brandraumes musste sich der Atemschutztrupp seinen Weg durch das Objekt bahnen und stets eine neue Lagebeurteilung durchführen. Als besonders kräftezehrend stellte sich die Rettung der lebensechten Puppe aus dem Feuer dar. Nachdem dem Ausbilder „Brand aus“ gemeldet worden war, wechselten Truppmann und –führer ihre Positionen und führten die Übung erneut durch.
Bei der abschließenden Nachbesprechung wurde von allen acht Teilnehmern der verschiedenen Feuerwehren ein sehr gutes Fazit gezogen und ein Lob für die Ausbildungsqualität ausgesprochen. Besonders die Kombination der Theorieauffrischung mit anschließendem Anwenden in der Praxis fand großen Anklang. Ein Dank gilt den beiden Ausbildern des Kreisfeuerwehrverbandes Regensburg, Rainer Stadlbauer und Thomas Adlhoch, sowie der FF Regenstauf.