24h Berufsfeuerwehrtag der Jugend | Aktuelles - Freiwillige Feuerwehr Bernhardswald

27.08.2011 | Jugend - 24h Berufsfeuerwehrtag der Jugend

Von Samstag auf Sonntag des letzten Augustwochenendes veranstaltete die Feuerwehr Bernhardswald wieder den bei den Jugendlichen beliebten 24-Stunden Berufsfeuerwehrtag. An diesem Tag werden über 24 Stunden verteilt verschiedene Einsatzübungen abgehalten, die von den Jugendfeuerwehrmitgliedern gemeistert werden müssen – dabei wissen sie nie, wann der nächste Einsatz kommt – wie bei der Berufsfeuerwehr eben. Gegen 9.00 Uhr fanden sich die rund zehn Mitglieder der Jugendfeuerwehr am Feuerwehrhaus ein und begannen, die Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge sicherzustellen und ihre Schlafplätze vorzubereiten. Nachdem dies erledigt war, ertönte kurze Zeit später die „Sirene“: „Überflutete Freifläche im Kreuther Forst“ stand als Einsatzstichwort auf dem Alarmfax, Löschgruppenfahrzeug und Mehrzweckfahrzeug wurden von den Jugendlichen, die sich blitzschnell mit ihrer Schutzkleidung ausrüsteten, besetzt und rückten aus. An der Einsatzstelle bot sich dann folgendes Bild: Eine größere Fläche war stark von dem andauernden Regen überflutet worden und musste mit Hilfe der Tragkraftspritze leergepumpt werden. B-, C-, D-Rohr wurde hierzu verwendet. Nach einigen Minuten war der Einsatz beendet und man begab sich wieder zum Gerätehaus. Dort erwartete die Jugendlichen bereits das Mittagessen, frischer Leberkäse mit Kartoffelsalat und Semmeln. Nachdem alle gestärkt waren, ertönte kurz darauf erneut die Sirene – am örtlichen Sportplatz ereignete sich ein schwerer Verkehrsunfall, eine Person wird vermisst. Nach der Erkundung des Einsatzleiters gab der Gruppenführer des Tanklöschfahrzeuges den Befehl, die Person, die schwer im Fahrzeug eingeklemmt war, mittels hydraulischen Rettungsgerätes aus dem PKW zu befreien. Währenddessen wurde ein Trupp des Mehrzweckfahrzeuges zur Personensuche mit Wärmebildkamera eingesetzt, konnte aber die Suche nach einer Rückmeldung der Leitstelle abbrechen. Danach konnten sich die Kräfte auf die Personenrettung konzentrieren, dazu wurde das Dach komplett abgetrennt, der schwer verletzte Fahrzeuglenker mit dem Spineboard gerettet und dem Rettungsdienst übergeben. Nach dem Eintreffen am Feuerwehrhaus verbrachte man ein wenig Zeit mit Spiele bis in der Abenddämmerung der nächste Einsatz wartete: „Gefahrgutunfall mit einer verletzten Person“ war die Meldung, die den Kräften per Funk von der Leitstelle mitgeteilt wurde. Aufgrund der unklaren Lage und der Gefahr einer Kontamination der Einsatzkräfte wurde zunächst nur ein Atemschutztrupp zur Erkundung und Personenrettung geschickt, daraufhin gab dieser die Gefahrstoffnummer durch. Salzsäure konnte als Stoff festgestellt werden, die Person wurde gerettet und nach einer Dekontamination der Einsatzkräfte konnten die gefährlichen Fässer abtransportiert werden. Schließlich versammelten sich die Jugendmitglieder im Floriansstüberl und verbrachten die letzten Abendstunden mit einem Film. Dieses Vorhaben musste aber früh unterbrochen werden als gegen 22.30 Uhr erneut Alarm ausgelöst wurde. Wieder kam es zu einem Verkehrsunfall in einem naheliegenden Waldgebiet, diesmal wurden aber zwei eingeklemmte Personen gemeldet. Tanklöschfahrzeug und Mehrzweckfahrzeug rückten sofort aus, an der Einsatzstelle fand man zwei verunfallte Fahrzeuge vor. Sofort wurde eine Vollsperre der Straße eingerichtet und die Beleuchtung aufgebaut. Bei dem ersten Fahrzeug konnte ein Zugang zum Patienten über den Kofferraum geschaffen und die Person gerettet werden. Beim zweiten PKW musste jedoch erneut zum Rettungssatz gegriffen werden. Gerade waren die Einsatzkräfte mit dem Abtrennen des Daches beschäftigt, als sich der Zustand des Fahrzeuglenkers so stark verschlechterte, dass auf Anweisung des Rettungsdienstes eine Crash-Rettung über die Fahrertür durchgeführt werden musste. Als die Fahrzeuge gegen 1 Uhr wieder am Gerätehaus eintrafen, wurde es langsam ruhig im Floriansstüberl und die ersten Jugendlichen warfen sich ins „Bett“, um sich von der einsatzreichen Schicht zu erholen. Gegen 08.30 Uhr wurde dann gemeinsam gefrühstückt, als die Einsatzfahrzeuge und die Fahrzeughalle wieder vom Schmutz, den die Einsätze beschert hatten, befreit waren, traten die Jugendfeuerwehrmitglieder wieder den Heimtritt an.
Ein großer Dank gilt dem Jugendwart und allen Helfern, die ihm bei der Organisation und bei der realitätsnahen Gestaltung der Einsatzübungen geholfen haben und den Berufsfeuerwehrtag wieder zum vollen Erfolg gemacht haben. Danke außerdem an den Feuerwehrverein, der die Kosten für diesen Tag übernommen hat.