24h Berufsfeuerwehrtag | Aktuelles - Freiwillige Feuerwehr Bernhardswald

03.08.2013 | Jugend - 24h Berufsfeuerwehrtag

Bereits um 8 Uhr morgens fanden sich die 9 Teilnehmer am Feuerwehrhaus ein und es hieß „Dienstantritt“: Der alljährliche „24 Stunden Berufsfeuerwehrtag“ der Jugendfeuerwehr Bernhardswald begann. Dieser Tag an einem Sommer-Wochenende ist bereits ein fester Bestandteil im Übungsplan der Jugend geworden und bildet das Highlight eines jeden Jahres. Berufsfeuerwehrtag deswegen, weil die Jugendlichen die Wache besetzen und in einer „24 Stunden Schicht“ ständig einsatzbereit sein müssen, so wie bei den Profis der Berufsfeuerwehr eben. Dabei wissen die Jugendfeuerwehrler natürlich nie, wann der nächste Einsatz kommt, welche Lage sie vor Ort vorfinden und wo sich der Einsatz befindet. Bewältigt sollen die Einsätze dabei möglichst ohne der Hilfe, sondern nur unter der Aufsicht von Jugendwart & Co., um das Selbstvertrauen und die Selbstständigkeit der Jugendlichen zu fördern. Organisiert wurde der „BF-Tag“ von den zwei Jugendwarten Florian Hochmuth und Alexander Pumpf sowie zahlreichen Helfern aus der Einsatzabteilung, die auch die verschiedenen Einsatzszenarien gestalteten.
Bevor sich die Mannschaft einsatzklar melden konnte, wurden alle Fahrzeuge auf die Vollständigkeit ihrer Beladung kontrolliert. Kurz nachdem dies geschehen war, ging bereits der erste Alarm ein: „Verkehrsunfall, Lage unklar“ hieß es am Funk. Vor Ort musste eine Person aus dem Fahrzeug gerettet werden. Das Augenmerk bei dieser Übung lag vor allem auf die korrekte Stabilisierung des PKWs, was Improvisationstalent der Jugendlichen erforderte.
Nach dem Mittagessen war der nächste Einsatzort der Schuppen im Garten eines Aktiven, dort wurde eine Person nach Brandausbruch vermisst. Ein Trupp unter „Atemschutz“, den extra gefertigte Attrappen darstellten, ging zur Personenrettung und Brandbekämpfung vor, während ein weiterer Trupp die Brandausbreitung verhinderte. Kurz nach Abschluss diesen Einsatzes wurde bereits der nächste Auftrag erteilt: „Waldbrand beim örtlichen Kindergarten“. Bei den derzeitigen Temperaturen gar nicht abwegig – hier zum Glück aber auch nur wieder eine Einsatzübung. Auch dieser Brand war schnell gelöscht und endlich konnten sich die Kräfte wieder auf den Weg zur Feuerwache machen. Zur Abkühlung wurde anschließend der 3000 Liter Faltbehälter aufgefüllt und zum kleinen Planschbecken umfunktioniert. Kurz vor dem Abendessen – es gab selbstgemachte Hawaii-Toasts – mussten die „Freizeitaktivitäten“ jedoch wieder von der einen auf die andere Sekunde eingestellt werden: „Garagenbrand am Rathausplatz, Person vermisst“. Der aufgebrachte Ehemann am Einsatzort erklärte dem Gruppenführer, dass seine Frau gerade dabei war, den Rasenmäher zu betanken, als der Brand ausbrach. Somit war schnell klar, dass nicht nur die Person gerettet und das Feuer gelöscht, sondern auch das Gefahrgut aus dem Gefahrenbereich geschafft werden musste. Auch dieser Einsatz verlief ohne Probleme, und der Abend wurde bei einer Runde Fußball ausgeklungen.
Doch wieder währte der Spielspaß nicht lange: Erneut wurde ein Verkehrsunfall gemeldet, diesmal mit zwei beteiligten Fahrzeugen. Da nicht bekannt war, ob bei Einsatzende bereits die Dunkelheit einbrechen wird, wurde neben den üblichen Gerätschaften zur Personenrettung auch eine Beleuchtung aufgebaut. Der Fahrer des zweiten Fahrzeuges wurde vermisst, sodass sich ein Trupp mit der Wärmebildkamera auf die Suche machte. Die Person wurde jedoch nach kurzer Zeit wieder an der Einsatzstelle aufgegriffen. Kurz vor den ersten Regentropfen des drohenden Gewitters rückten die Fahrzeuge wieder ein und die Mannschaft konnten ihren wohlverdienten Schlaf antreten, der glücklicherweise erst gegen halb 7 Uhr unterbrochen wurde: das gemeinsame Frühstück stand auf dem Plan. Die Verpflegung des gesamten Tages übernahm der Feuerwehrverein. Nach den Aufräumarbeiten konnten die noch etwas verschlafenen Jugendlichen „ihre Schicht“ beenden.
Ein Dank gilt den Eltern der Jugendlichen für ihr aufgebrachtes Vertrauen, natürlich den Jugendlichen selbst für ihre Teilnahme sowie allen Helfern, die sich für diesen Tag engagierten. Außerdem danke an die Familie des Aktiven, die den Schuppen als Übungsobjekt zur Verfügung stellten.