12.09./13. | Jugend - 24 Stunden im Einsatz – Berufsfeuerwehrtag 2026 der Jugendfeuerwehr
Dienstbeginn für den diesjährigen Berufsfeuerwehrtag der Jugendfeuerwehren Bernhardswald und Adlmannstein war am Samstag, den 12. September, um 08:00 Uhr. Nach der Fahrzeugübernahme und einer kurzen Ausbildung zum Thema Funk konnte der 24-Stunden-Dienst beginnen.
Lange ließ der erste Einsatz nicht auf sich warten. Gegen 09:30 Uhr alarmierte die Übungsleitstelle die Wachmannschaft mit dem Stichwort „ABC – auslaufende Betriebsstoffe“ zum Betriebshaus des Tunnels auf der B16-Überdeckelung. Vor Ort fanden die Jugendlichen ein umgestürztes Fass mit unbekannter Flüssigkeit sowie eine bewusstlose Person vor. Der Gefahrenbereich wurde abgesperrt, eine Verkehrsabsicherung und ein Dekontaminationsplatz aufgebaut und die Person unter simuliertem schweren Atemschutz gerettet. In der anschließenden Nachbesprechung wurde die GAMS-Regel und das Vorgehen bei Gefahrstoffeinsätzen nochmals aufgegriffen.
Kurz vor Mittag folgte der nächste Alarm: „Keller unter Wasser“. Das Untergeschoss stand rund eineinhalb Meter unter Wasser. Mit Mini-Chiemsee-Pumpe, Tauchpumpen und den Gerätschaften des TSF-L wurde der Keller leergepumpt.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen löste eine automatische Brandmeldeanlage im Betreuten Wohnen aus. Nach der ersten Erkundung und Rückstellung der Anlage kam es zu einer erneuten Auslösung. Währenddessen wurde das TSF-L der Feuerwehr Adlmannstein zu einem First-Responder-Einsatz nach einem Arbeitsunfall im Ortsgebiet alarmiert.
Vor Ort stellte sich heraus, dass bei Holzarbeiten eine Person unter einem Baumstamm eingeklemmt worden war. Das Einsatzstichwort wurde erhöht und weitere Fahrzeuge nachgefordert. Bis zu deren Eintreffen begann die TSF-L-Besatzung mit ersten Sicherungsmaßnahmen und der Patientenversorgung.
Nach Eintreffen des HLF wurde die technische Rettung eingeleitet. In Abstimmung mit dem dargestellten Rettungsdienst konnte der Baumstamm gesichert und die eingeklemmte Person befreit werden. Parallel musste ein Angehöriger versorgt werden, der unter Schock auf einer Treppe gestürzt war. Aufgrund der beengten Platzverhältnisse erfolgte seine Rettung mittels Tragetuch. Damit mussten die Jugendlichen mehrere technische und medizinische Aufgaben gleichzeitig koordinieren.
Nach einer kurzen Pause folgte ein Freiflächenbrand bei Finsing. Schwerpunkt der Übung war die Wasserentnahme aus einem offenen Gewässer. Durch die gute Zusammenarbeit der eingesetzten Fahrzeugbesatzungen konnte die Wasserversorgung schnell aufgebaut und der angenommene Brand zügig gelöscht werden.
Noch vor dem Abendessen wurde eine Person im Kreuther Forst vermisst. Das Suchgebiet wurde in mehrere Abschnitte eingeteilt und von den Bernhardswalder und Adlmannsteiner Jugendfeuerwehren systematisch abgesucht. Nach längerer Suche konnte die vermisste Person verletzt und unterkühlt, aber lebend aufgefunden, erstversorgt und aus dem Wald gebracht werden.
Am späten Abend führte ein weiterer Einsatz nach Adlmannstein. Dort brannte Unrat im Freien, wobei das Feuer bereits auf die angrenzende Vegetation übergegriffen hatte. Die Fahrzeugbesatzungen brachten den Brand rasch unter Kontrolle und betreuten mehrere Personen, die möglicherweise Rauch eingeatmet hatten.
Anschließend kehrten alle zum Gerätehaus Bernhardswald zurück und ließen den Tag gemeinsam ausklingen.
Die Nacht blieb glücklicherweise ruhig, bis die Übungsleitstelle am frühen Morgen zum letzten Einsatz alarmierte.
Auf Höhe des ehemaligen BayWa-Geländes in Hauzendorf war es zu einem Verkehrsunfall zwischen zwei PKW gekommen. Ein Fahrer war bewusstlos in seinem Fahrzeug eingeklemmt, während der zweite Unfallbeteiligte unter Schock stand und sich von der Einsatzstelle entfernt hatte. Neben der Betreuung der Beteiligten mussten die Einsatzstelle abgesichert und ausgeleuchtet sowie die technische Rettung vorbereitet werden.
Nach Sicherung des Unfallfahrzeugs wurden Scheiben entfernt und das Dach mit hydraulischem Rettungsgerät abgenommen, um den Fahrer möglichst schonend zu befreien. Parallel wurde ein Landeplatz für einen angeforderten Rettungshubschrauber vorbereitet. Nach erfolgreicher Rettung konnte auch die letzte umfangreiche Einsatzübung beendet werden.
Nach diesem intensiven Weckalarm kehrten alle zum Gerätehaus zurück. Bei einem gemeinsamen Frühstück ließen Jugendliche und Betreuer die vergangenen Stunden Revue passieren. Anschließend wurden die Fahrzeuge gereinigt und wieder vollständig einsatzbereit gemacht, bevor der Berufsfeuerwehrtag am Sonntag gegen 08:30 Uhr endete.
Ein besonderer Dank gilt der Gemeinde Bernhardswald für die Bereitstellung zusätzlicher Schlafmöglichkeiten im Rathaus. Ebenso bedanken wir uns bei allen Helferinnen und Helfern, die mit viel Zeit und Engagement bei der Vorbereitung, Durchführung, Betreuung und Verpflegung mitgewirkt haben.
Nicht zuletzt gilt unser Dank den Jugendlichen, die über die gesamten 24 Stunden hinweg mit großem Interesse, Motivation und Teamgeist bei der Sache waren und damit einmal mehr gezeigt haben, dass sich die Feuerwehren Adlmannstein und Bernhardswald auch in Zukunft auf engagierten Nachwuchs verlassen können.
Veröffentlicht: 05.10.2026, 19.06 Uhr
Autor: Leon Humbs
Lange ließ der erste Einsatz nicht auf sich warten. Gegen 09:30 Uhr alarmierte die Übungsleitstelle die Wachmannschaft mit dem Stichwort „ABC – auslaufende Betriebsstoffe“ zum Betriebshaus des Tunnels auf der B16-Überdeckelung. Vor Ort fanden die Jugendlichen ein umgestürztes Fass mit unbekannter Flüssigkeit sowie eine bewusstlose Person vor. Der Gefahrenbereich wurde abgesperrt, eine Verkehrsabsicherung und ein Dekontaminationsplatz aufgebaut und die Person unter simuliertem schweren Atemschutz gerettet. In der anschließenden Nachbesprechung wurde die GAMS-Regel und das Vorgehen bei Gefahrstoffeinsätzen nochmals aufgegriffen.
Kurz vor Mittag folgte der nächste Alarm: „Keller unter Wasser“. Das Untergeschoss stand rund eineinhalb Meter unter Wasser. Mit Mini-Chiemsee-Pumpe, Tauchpumpen und den Gerätschaften des TSF-L wurde der Keller leergepumpt.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen löste eine automatische Brandmeldeanlage im Betreuten Wohnen aus. Nach der ersten Erkundung und Rückstellung der Anlage kam es zu einer erneuten Auslösung. Währenddessen wurde das TSF-L der Feuerwehr Adlmannstein zu einem First-Responder-Einsatz nach einem Arbeitsunfall im Ortsgebiet alarmiert.
Vor Ort stellte sich heraus, dass bei Holzarbeiten eine Person unter einem Baumstamm eingeklemmt worden war. Das Einsatzstichwort wurde erhöht und weitere Fahrzeuge nachgefordert. Bis zu deren Eintreffen begann die TSF-L-Besatzung mit ersten Sicherungsmaßnahmen und der Patientenversorgung.
Nach Eintreffen des HLF wurde die technische Rettung eingeleitet. In Abstimmung mit dem dargestellten Rettungsdienst konnte der Baumstamm gesichert und die eingeklemmte Person befreit werden. Parallel musste ein Angehöriger versorgt werden, der unter Schock auf einer Treppe gestürzt war. Aufgrund der beengten Platzverhältnisse erfolgte seine Rettung mittels Tragetuch. Damit mussten die Jugendlichen mehrere technische und medizinische Aufgaben gleichzeitig koordinieren.
Nach einer kurzen Pause folgte ein Freiflächenbrand bei Finsing. Schwerpunkt der Übung war die Wasserentnahme aus einem offenen Gewässer. Durch die gute Zusammenarbeit der eingesetzten Fahrzeugbesatzungen konnte die Wasserversorgung schnell aufgebaut und der angenommene Brand zügig gelöscht werden.
Noch vor dem Abendessen wurde eine Person im Kreuther Forst vermisst. Das Suchgebiet wurde in mehrere Abschnitte eingeteilt und von den Bernhardswalder und Adlmannsteiner Jugendfeuerwehren systematisch abgesucht. Nach längerer Suche konnte die vermisste Person verletzt und unterkühlt, aber lebend aufgefunden, erstversorgt und aus dem Wald gebracht werden.
Am späten Abend führte ein weiterer Einsatz nach Adlmannstein. Dort brannte Unrat im Freien, wobei das Feuer bereits auf die angrenzende Vegetation übergegriffen hatte. Die Fahrzeugbesatzungen brachten den Brand rasch unter Kontrolle und betreuten mehrere Personen, die möglicherweise Rauch eingeatmet hatten.
Anschließend kehrten alle zum Gerätehaus Bernhardswald zurück und ließen den Tag gemeinsam ausklingen.
Die Nacht blieb glücklicherweise ruhig, bis die Übungsleitstelle am frühen Morgen zum letzten Einsatz alarmierte.
Auf Höhe des ehemaligen BayWa-Geländes in Hauzendorf war es zu einem Verkehrsunfall zwischen zwei PKW gekommen. Ein Fahrer war bewusstlos in seinem Fahrzeug eingeklemmt, während der zweite Unfallbeteiligte unter Schock stand und sich von der Einsatzstelle entfernt hatte. Neben der Betreuung der Beteiligten mussten die Einsatzstelle abgesichert und ausgeleuchtet sowie die technische Rettung vorbereitet werden.
Nach Sicherung des Unfallfahrzeugs wurden Scheiben entfernt und das Dach mit hydraulischem Rettungsgerät abgenommen, um den Fahrer möglichst schonend zu befreien. Parallel wurde ein Landeplatz für einen angeforderten Rettungshubschrauber vorbereitet. Nach erfolgreicher Rettung konnte auch die letzte umfangreiche Einsatzübung beendet werden.
Nach diesem intensiven Weckalarm kehrten alle zum Gerätehaus zurück. Bei einem gemeinsamen Frühstück ließen Jugendliche und Betreuer die vergangenen Stunden Revue passieren. Anschließend wurden die Fahrzeuge gereinigt und wieder vollständig einsatzbereit gemacht, bevor der Berufsfeuerwehrtag am Sonntag gegen 08:30 Uhr endete.
Ein besonderer Dank gilt der Gemeinde Bernhardswald für die Bereitstellung zusätzlicher Schlafmöglichkeiten im Rathaus. Ebenso bedanken wir uns bei allen Helferinnen und Helfern, die mit viel Zeit und Engagement bei der Vorbereitung, Durchführung, Betreuung und Verpflegung mitgewirkt haben.
Nicht zuletzt gilt unser Dank den Jugendlichen, die über die gesamten 24 Stunden hinweg mit großem Interesse, Motivation und Teamgeist bei der Sache waren und damit einmal mehr gezeigt haben, dass sich die Feuerwehren Adlmannstein und Bernhardswald auch in Zukunft auf engagierten Nachwuchs verlassen können.
Veröffentlicht: 05.10.2026, 19.06 Uhr
Autor: Leon Humbs


